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Regulation des Säure-Base-Haushalts

Welche Anzeichen gibt es für einen gestörten Säure Base Haushalt?

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • Allergien
  • Sodbrennen
  • Nervenschmerzen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Krämpfe
  • Haarausfall
  • Osteoporose

Was versteht man unter einer latenten Azidose (Gewebeübersäuerung)?

Eine latente Azidose oder Gewebsübersäuerung ist eine Störung im Säure-Base-Haushalt des Körpers. Lebende Systeme benötigen für einen optimalen Stoffwechsel einen ganz spezifischen ph-Wert, der im Blut des Menschen z.B. schwach alkalisch ist (ca. pH 7,36).

Säuren fallen in jedem Organismus an. Denken Sie nur an die Atmung. Jede Zelle produziert saures Kohlendioxyd, welches über die Lunge abgeatmet wird. Andere, ebenfalls saure Stoffwechselrückstände werden über die Niere (Urin) oder Haut (Schweiß) entsorgt. Die lebenswichtige Konstanterhaltung der Säuren-Basen-Verhältnisse erfolgt unter der Beteiligung von Puffer- und Regulationsmechanismen.

Im Wesentlichen sind die Elemente Carbonat bzw. Bikarbonat sowie die Niere und die Lunge für diese Regulation verantwortlich.
Auch Zink, Mangan, Magnesium, Calcium und Kalium sorgen für einen ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt. Diese Substanzen, die aufgrund ihrer biochemischen Eigenschaften in der Lage sind, schädliche Säuren zu neutralisieren, nennt man Pufferreserven. 

Welche Folgen hat eine überwiegend „saure“ Ernährung?

Wenn Sie sich von überwiegen säurehaltiger Kost (s. Tabelle nächste Seite) ernähren, kann es zu einem Mangel an lebenswichtigen Mineralsalzen und Spurenelementen kommen.

Ein solcher Mangel schwächt die Puffer- und Regulationssysteme. Dies führt zu Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, d.h. zu einem Missverhältnis zwischen Bildung und Ausscheidung von Säuren bzw. Basen. Dieses Missverhältnis führt wiederum zu jenen Symptomen, die Ihnen signalisieren, dass „etwas nicht in Ordnung ist“.

Ignorieren Sie diese Signale auf Dauer, kann es zu weit ernstere Beschwerden kommen.   

Wie kann eine latente Azidose (Gewebsübersäuerung) festgestellt werden?

Eine Laboruntersuchung zur Pufferkapazität Ihres Harns kann Aufschluss über Ihren persönlichen Säure-Base-Haushalt geben. Benötigt werden hierzu lediglich Proben Ihres zu unterschiedlichen Tageszeiten gesammelten Urins.

Sollten die Laborergebnisse eine Übersäuerung Ihres Körpers nachweisen, werden wir Ihnen eine Entsäuerungstherapie empfehlen. Eine solche Therapie besteht zumeist aus einer Ernährungsumstellung sowie einer medikamentösen Behandlung.  

Basische Lebensmittel

  • Blatt-, Wurzelgemüse
  • Gemüsefrüchte
  • Stängelgemüse
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kartoffeln
  • Kastanien
  • Milch
  • Joghurt
  • Soja
  • Gemüsebrühe
  • Eigelb
  • Kräuter
  • Vollkorngetreide

Stärker säuernde Lebensmittel, die sie meiden oder reduzieren sollten

  • Fleisch
  • Eiweiß
  • Käse
  • Hülsenfrüchte
  • Spargel
  • Artischocke
  • Rosenkohl
  • Erdnüsse
  • Zucker
  • Weißmehl
  • Öle und Fette
  • Kaffee
  • Schwarzer Tee
  • Alkohol

Was können Sie selbst tun?

Durch die richtige Ernährung haben Sie einen entscheidenden Einfluß auf die Säure-Base-Regulation. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Lebensmittel darauf, dass ein hoher Anteil basischer Lebensmittel auf Ihrem täglichen Speiseplan steht (siehe nebenstehende Tabelle).

Zu Beginn einer Entsäuerungstherapie ist es wichtig, nach Möglichkeit vollständig auf säuernde Nahrungsmittel zu verzichten. Später empfiehlt sich eine ausgewogene Mischung (etwa 2/3 basische Lebensmittel).