Suche    
Schrift vergrößern Schrift verkleinern

Misteltherapie

Mistel als Heilpflanze

mistel.jpg
Die weißbeerige Mistel (Viscum album) ist ein auf Bäumen wachsender Halbschmarotzer, der durch seine kugelige Gestalt, immergrünen Blättern sowie die Blütezeit im Winter auffällt.  Schon im Altertum war die heilkräftige Wirkung bekannt und wird bis heute als Misteltee zur Blutdrucksenkung verwendet.
Seit 1920 werden durch die Hinweise Rudolf Steiners, dem Begründer der Anthroposophie, Mistelpräparate auch in Form von Spritzen bei der Krebsbehandlung eingesetzt.  Durch Weiterentwicklung des komplizierten Herstellungsverfahrens konnte die Wirkung zunehmend verbessert werden.  Auch zeigte sich die gute Wirkung bei anderen Erkrankungen mit Störung des Immunsystems.

Inhaltsstoffe

Mistel wird von unterschiedlichen Wirtsbäumen gewonnen, u.a. von Kiefer, Apfelbaum, Tanne, Eiche.  In den letzten Jahren sind die Inhaltsstoffe intensiv erforscht worden.  Es wurden Kohlenhydrate und Eiweißstoffe gefunden, die eine zellteilungshemmende und eine das Immunsystem stimulierende Wirkung ausüben.

Wirkung

Die Mistelbehandlung ist ein wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen Heilbehandlung.  Durch Mistelspritzen wird die Fähigkeit des Organismus zur Selbstregulation und Regeneration angeregt und damit die Immunabwehr gestärkt.

Die Stimulierung der Abwehrkräfte durch Mistelpräparate ist durch zahlreiche Untersuchungen belegt.  Gleichzeitig kommt es zu einer deutlichen Steigerung der Vitalität, zur Besserung des Allgemeinzustandes, des Schlafes und Schmerzrückgang.

Anwendung

Die Häufigkeit der Anwendungen schwankt je nach Krankheitsbild zwischen einmal pro Woche und täglich.

Bei folgenden Krankheiten hat sich die Mistelbehandlung sehr bewährt:
  • Krebserkrankung
  • Krebsvorstufen (Präkanzerose)
  • Infektabwehrschwäche
  • Chronisch rezidivierende  Infekte
  • Chronische Zystitis
  • Chronisches  Müdigkeitssyndrom
  • Chronische  Hepatitis
  • Rheuma, Arthrose
Bei den aufgeführten Erkrankungen wird von den Patienten häufig über gestörte Wärmeregulation berichtet wie
  • fehlendes Fieber,
  • häufig kalte Füße und Hände,
  • inneres Frösteln
  • sowie in der Vergangenheit fieberunterdrückende Maßnahmen mit Antibiotika und Aspirin.
Zu Beginn und während der Therapie ist es sinnvoll, eine regelmäßige Temperaturmessung durchzufahren.  Es findet sich häufig bei Störungen des Immunsystems, dass der rhythmische Verlauf der Körperkerntemperatur aufgehoben ist.  Dieser kann durch eine Misteltherapie wieder harmonisiert werden.  Der Patient spürt wieder eine wohlige, innere Wärme.

Auch Laboruntersuchungen zur gezielten Untersuchung der Immunfunktion sind häufig notwendig und sinnvoll, um den Erfolg der Misteltherapie zu sichern.