Die Eigenurin-Behandlung ist die Bezeichnung für den Einsatz menschlichen Urins als individuelles Heilmittel. In der Volksmedizin wird diese Methode seit über 2.000 Jahren praktiziert. In Indien und anderen asiatischen Ländern ist die Eigenharnmethode noch hochaktuell und kommt häufig zum Einsatz. Allein in Indien gibt es an die hundert Urin-Kliniken, in denen geforscht und behandelt wird.
Die Wissenschaft kennt bisher 2.000 Inhaltsstoffe des Urins, wie beispielsweise Harnstoff, Hormone, Immunglobuline, Vitamine, Aminosäuren, Salze und Fermente. Einige Wirkstoffe des Urins werden auch in der Schulmedizin und in der Kosmetikindustrie benutzt. Der Harnstoff, auch Urea, ist zu drei Prozent im Urin enthalten. Er ist stark entzündungshemmend.
Synthetisch hergestellt finden wir Urea in vielen Hautsalben gegen Neurodermitis oder Pilzerkrankungen. Aber es ist auch in Pflegelotion gegen trockene Haut enthalten, da Urea Wasser bindet und die Haut so geschmeidig hält.
Der Vorteil der Eigenharn-Therapie ist, dass sie jederzeit selbst, auch ohne ärztliche Hilfe, durchgeführt werden kann. Urin kann sehr vielfältig verwendet werden:
- zum Einreiben, als Wickel oder Kompresse auf die Haut
- zum Gurgeln bei Hals- und Rachenerkrankungen
- als Einlauf und Tropfen zur Behandlung von Nase und Augen
- als Trunk
- als sterilisierte Injektion.
Hauterkrankungen
Die äußerliche Anwendung dient vor allem zur Behandlung von Wunden, Warzen, Ekzemen und Herpesbläschen. Durch Auflegen von uringetränkten Kompressen, Einmassieren, Baden der befallenen Hautstellen oder Betupfen mit frischem oder einige Tage „gereiftem“ Urin verschwinden die Beschwerden meist in wenigen Tagen.
Allergien, Asthma, Infektabwehrschwäche, Diabetes und Krebs
Zur inneren Anwendung trinkt man am besten morgens vor dem Frühstück einige Schlucke vom Mittelstrahl des eigenen Urins. Das regelmäßige Trinken dieses „besonderen Safts“ soll bei schweren chronischen Krankheiten von Allergien über Diabetes bis hin zu Krebserkrankungen helfen. Als Trunk wirkt Urin auch stark hamtreibend. Die im Urin enthaltenen Antikörper, Antigene und das Melatonin sollen generell das Immunsystem stärken. Es ist ratsam, das Trinken von frischem Morgenurin vorher mit dem Naturheilarzt Ihres Vertrauens zu besprechen.
Die Injektion mit sterilisiertem Harn sollte von einem Arzt durchgeführt werden. Injizierter Harn führt dem Organismus Eigenhormone und Antikörper zu, die die Selbstheilungskräfte des Organismus aktivieren. Die Injektion des Harns erfolgt nach einer speziellen Aufbereitung direkt in den Gesäßmuskel oder in anderes Muskelgewebe.
Auch in der Homöopathie wird Urin angewandt. Dabei wird die Harnflüssigkeit des Patienten verdünnt und mit Ozon keimfrei gemacht. Sinn und Zweck dieser Therapie ist, dem Körper mit krankheitsspezifischen Enzymen, die im Urin enthalten sind, Informationen über sein eigenes Krankheitsbild zu verschaffen. Das führt zu einer gezielten Stimulation des Immunsystems. Gerade bei autoimmunen Krankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Rheuma können Erfolge verzeichnet werden.
I. Potenzierte (homöopathische) Eigenurin-Therapie
Es werden ca. 50 ml Morgenurin benötigt. Nach Einleitung von Ozon (Sterilisierung) wird der Urin nach homöopathischen Richtlinien weiterverarbeitet. Sie nehmen 4 Flaschen mit nach Hause (D1-D4) und nehmen nach Einnahmeverordnung die Tropfenlösung täglich ein.
II. Eigenurin-Spritzen
Es werden ca. 50 ml Morgenurin benötigt. Nach Ozoneinleitung wird der Urin entweder
- Mit Medikament angereichert
- Homöopathisch verschüttelt oder
- Pur
unter die Haut oder in den Gesäßmuskel gespritzt.
Häufigkeit der Anwendung: 1-2 x in der Woche, 15 - 20 Sitzungen